Grundlegende Informationen zum Fach Biologie

Einleitung

Der Biologieunterricht befasst sich mit der belebten Natur. Er soll Begeisterung für biologische Sachverhalte wecken und Einblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen und Umwelt ermöglichen. Damit geht eine Sensibilisierung für einen selbstverantwortlichen Umgang mit der Natur, mit der eigenen Gesundheit, mit anderen Menschen und Tieren einher. 

Stundentafel - Biologie

 

 

Jahrgang

 

 

Klasse 5

 

Klasse 6

 

Klasse 7

 

Klasse 8

 

Klasse 9

 

Klasse 10

 

Wochenstunden

(Anzahl)

 

 

2

 

1

 

2

 

/

 

2

 

2

 

 

Themenüberblick

 

Klasse 5/6

  • Kennzeichen des Lebendigen
  • Tiere und Pflanzen in der Umgebung
  • Pflanzen und Tiere, die nützen
  • Gesundheitsbewusstes Leben (Bewegung, Ernährung, Atmung, Herz-Kreislauf)

 

Klasse 7/8

  • Ökologie (Ökosystem Wald, See)
  • Immunsystem (Kampf gegen Krankheiten)
  • Sexualerziehung

 

Klasse 9/10

  • Stationen eines Lebens (Organsysteme)
  • Grundlagen der Genetik (Zelle, Gene und Vererbung)
  • Evolution (Stammesgeschichte der Lebewesen)

 

 

Leistungsbewertung

 

Folgende Bereiche sind bei den Leistungsbewertungskriterien zu berücksichtigen:

Mündliche Leistungen

  • Qualität der Mitarbeit im Unterricht
  • Beiträge zum Unterrichtsgespräch
  • Bewerten von Ergebnissen
  • Darstellen von Zusammenhängen und Widersprüchen
  • Beherrschen der Fachsprache
  • Wissen und Erkennen von Formeln und Regeln
  • Präsentationen
  • Vortrag von Referaten und Schülerfeedback
  • Erkennen und Formulieren von Problemen
  • Planen von Experimenten
  • Beschreiben von Beobachtungen
  • Dokumentationen zu Aufgaben, Untersuchungen und Experimenten
  • Lösen grundlegender Aufgaben
  • Begründen von Lösungswegen
  • Formulieren und Interpretieren von Ergebnissen

 

 

Sonstige Leistungen

  • Vortrag von Hausaufgaben
  • kurze, schriftliche Überprüfungen
  • im Unterricht eingeforderte schriftliche Leistungsnachweise
  • Heftführung
  • Erstellung von Lernplakaten, Handouts und Präsentationen
  • Recherche
  • Erarbeitung von Referaten
  • Ergebnisse von Stationenlernen
  • Arbeitsgenauigkeit / Arbeitsgeschwindigkeit
  • Teamfähigkeit und kooperative Leistungen im Rahmen von Gruppenarbeit
  • Fähigkeit zur Selbstorganisation
  • Anstrengungsbereitschaft, Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit

Die mündlichen Leistungen bilden den Schwerpunkt bei der Zusammensetzung der Endnote und werden durch die sonstigen Leistungen ergänzt. Mangelnde Beherrschung der deutschen Sprache (z.B. Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung, fachliche Formulierungen) können Einfluss auf die Note haben.

Ausstattung

 

  • Interaktives Whiteboard
  • Visualizer-Kamera
  • Mikroskope
  • Biologiesammlung mit verschiedenen Modellen zur Botanik, Humanbiologie und Zoologie.

 

Festgelegte Unterrichtsgänge und Kooperationen

  • Besuch der Beratungsstelle "Pro Familia" in Jahrgangsstufe 8
  • Information über sexuell übertragbare Krankheiten durch "Wir" - Walk in Ruhr, Zentrum für sexuelle Gesundheit
  • Regelmäßiger Tierparkbesuch des Förderkurses "Verhaltensbiologie" (Jahrgang 10)

 

Angebote der individuellen Förderung (IFö) Biologie für die Jahrgänge 9 und 10

Verhaltensbiologie-Kurs: Besuch der Zooschule zum Thema "Sinnesleistungen der Tiere"

Am 27.01.2020 waren wir in der Zooschule. Dort wurden wir zum Seehund- und Pinguin-Gehege geführt und haben erfahren wie Seehunde im Wasser sehen können. Sie haben Glubschaugen und sie sehen die Umgebung meistens grünlich. Wir haben ein Experiment durchgeführt, bei dem wir eine "Seehund Brille" bekommen haben, durch die wir gucken durften. Wenn man durch die Brille schaut, sieht man die ganze Umgebung in grün. Wir haben anschließend in den Räumen der Zooschule viele Aufgaben bekommen, bei denen wir uns mit dem Sehen der Tiere beschäftigt haben.

So zum Beispiel die Bienen, sie sehen die Umgebung wie ein Diamant, das heißt dass sie eine Sache viel öfters als sonst sehen. Wir haben auch einen Versuch mit einem Regenwurm durchgeführt, den wir mit einer Taschenlampe beleuchtet haben, um zu sehen, ob er auf Licht reagiert. Es war für uns eine sehr gute Erfahrung und haben vieles gelernt.

(Alanur, Sabrin, Melda - Klasse 10b)

Als wir am 27.01.2020 die Zooschule besucht haben, wurden wir in verschiedene Gruppen über die Sinne eingeteilt. Die Gruppe zum Sinn "Hören" hat sich beispielsweise damit beschäftigt, wo Grillen ihr Trommelfell haben oder wie sie ihr Zirpen erzeugen. Zu dieser Aufgabe durften wir uns lebendige Grillen angucken und an ihnen schauen, ob wir diese Dinge herausfinden. Außerdem sollten wir uns im Tierpark umsehen welche Tiere eine Ohrmuschel haben und welche nicht.
(Alisa, Laura, Anna, Ahmed, Muris - Klasse 10b)

Unsere Gruppe hatte den Sinn "Riechen". Beim ersten Experiment haben wir 8 Behälter mit verschiedenen Kräutern bekommen, an denen wir gerochen haben und dann mit dem richtigen Namen versehen mussten. Beim zweiten Experiment mussten wir in einen Becher Essig und rote Lebensmittel Farbe rein kippen (dies sollte den Geruch und die Farbe des Blutes darstellen). Dann wurde jeweils in acht Becher die gleiche Menge an Wasser gefüllt und mit einer Pipette von Becher Eins bis Acht immer ein Tropfen mehr dieses stark riechenden "Blutes" hinzugefügt. Außerdem verglichen wir den Schädel eines Schimpansen mit dem Schädel eines Wolfes, dabei stellte sich heraus dass es viele Unterschiede im Nasenbereich gab. Zum Beispiel war die Nasenhöhle des Schimpansen offen und des Wolfes nicht. Am Ende unseres Projektes durften wir eine Schlange streicheln und haben herausgefunden, dass sie mit ihrer Zunge riecht.

(Carina, Lucy, Aylin - Klasse 10c)

Um herauszufinden was die übermenschlichen Sinne der Haie sind, haben wir eine Führung durch den Zoo gemacht und haben Informationen über diese Sinne gesammelt, wie beispielsweise die lorenzinischen Ampullen. Ebenfalls haben wir gelernt das Fische sich mittels eines Seitenlinienorgans im Wasser orientieren können.

Damit die Sinne der einzelnen Tiere sich nicht verschlechtern, haben wir am Ende der Führung selbstgemachte Futtersäcke für verschiedene Tiere (wie zum Beispiel die Kattas, Erdmännchen und Nasenbären) angefertigt. Diese Futtersäcke brachten wir dann in die Tiergehege, woraufhin die Tiere selbstständig versuchen mussten an das Futter zu gelangen.

(Michael, Jacqueline, Tim - Klasse 10b)

 

 

 

Verhaltensbiologie-Kurs: Besuch der Zooschule zum Thema "Arten- und Naturschutz"

Am 31. Januar 2019 besuchte der Ifö-Kurs „Biologie-Verhaltensforschung“ 10. Jahrgang, unter Aufsicht von der Kursleiterin Frau Krahl, die Zooschule des Tierpark + Fossilium Bochum.

Nach der zweiten Unterrichtsstunde begab sich der Kurs auf den Weg in den Tierpark. Dort trafen sie die Zooschullehrerin Frau Becker. Da sich der Tag um das Thema „Artenschutz“ drehte, wurden die Schülerinnen und Schüler in den Räumlichkeiten der Zooschule gleich mit der Frage: „Was versteht man unter dem Begriff ,Artenschutz‘?“ konfrontiert. Danach erklärte Frau Becker etwas zum Washingtoner Artenschutzabkommen mit den drei Schutzstufen rot, orange und gelb. Anschließend wurde ein Videoclip zum Thema Touristenattraktionen mit Tieren und Tierprodukten gezeigt.

Darauf folge eine praktische Übung. Der IFö-Kurs sollte einen Koffer durchsuchen und wie Zollbeamte illegale Tierwaren aus dem Koffer heraussuchen. Unter den Produkten waren unter anderem ein Gürtel aus Schlangenhaut, eine Geldbörse aus Krokodilleder, eine in Alkohol eingelegte Kobra und ein Armreif aus Elfenbein.

Im Anschluss daran begaben sich die Schülerinnen und Schüler in die Futterküche des Tierparks und durften bei der Futterzubereitung für die Kattas, die Nasenbären sowie die Erdmännchen helfen. Dafür wurde etwas Heu aus der Stallung geholt – dabei wurden die Schülerinnen und Schüler kräftig von Odin der Ziege unterstützt. Es sollte Futterspielzeug mit im Heu versteckten Mehlwürmern, getrocknetem Obst und Käferlaven hergestellt und anschließend ins Gehege gebracht werden. Dies soll dazu führen, dass die Tiere Beschäftigung bekommen und artgerecht gehalten werden, sonst könnte dies zu Verhaltensstereotypen führen.

Zum Abschluss stattete der Kurs noch einer Königspython einen Besuch ab. Die Schülerinnen und Schüler wurden über das Verhalten der Schlange aufgeklärt und durften das Tier auch anfassen und zum Teil halten. Dies war dazu da, damit die Jugendlichen erkennen, dass eine Schlange sterben muss, damit aus ihrer Haut ein Gürtel hergestellt werden kann.

Insgesamt fanden wir den Tag sehr interessant und aufschlussreich, man konnte viel lernen und es war schön die Tiere von Nahem zu sehen. Wir aus dem IFö-Kurs wissen jetzt alle was wir aus dem Urlaub nicht mit nach Hause nehmen dürfen und wie man so insgesamt den Artenschutz unterstützt.

(Text: Sophia, Laura, Julia, Chiara - Klasse 10a, Fotos: Heike Krahl)

 

 

 

Verhaltensbiologie-Kurs: Besuch der Zooschule zum Thema "Arten- und Naturschutz"

Der Kurs „Angewandte Verhaltensbiologie“ besucht die Zooschule Bochum zum Thema Artenschutz

17.01.2018

Am 17. Januar besuchte der IFö-Kurs Verhaltensbiologie der Annette-Schule  in Begleitung von Frau Krahl die Zooschule im Tierpark Bochum. Bei diesem Zoobesuch ging es ausnahmsweise einmal nicht um Verhaltensbiologie.

Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse beschäftigten sich mit dem Thema „Artenschutz im Tierpark Bochum“.

Mit der Zooschullehrerin Frau Becker erarbeitete der Kurs verschiedene Bereiche des Natur- und Artenschutzes sowie Möglichkeiten, dazu beizutragen, die Zerstörung der Natur und des Lebensraumes zu reduzieren.

 

Die Teilnehmer des IFö-Kurses Verhaltensbiologie erfuhren etwas über das Washingtoner Artenschutzabkommen und spielten selbst Zollbeamte, indem sie einen Reisekoffer durchsuchten und illegale, geschützte Urlaubsandenken heraussuchen mussten. Gefunden wurden unter anderem eine Koralle, ein Portemonnaie aus Krokodilleder und ein Gürtel aus Schlangenhaut. 

 

 

Um den Unterschied zwischen illegal gehandelter Schlangenhaut, gehäuteter Schlangenhaut und einer lebendigen Schlange zu erkennen, konnten die Schülerinnen und Schüler zudem einmal einen lebenden, jungen Königspython namens „Sultan“ anfassen. 

Es wurde auch aktiv am Artenschutz im Tierpark Bochum mitgearbeitet.

 

Da Tiere in Zoos und Tierparks möglichst artgerecht gehalten werden sollen, bekommen die Tiere ihr Futter häufig nicht einfach so vorgesetzt. Die Tierpfleger bereiten das Futter oder ein paar Leckerbissen so vor, dass die Tiere es sich selbst erarbeiten müssen.

Am 17. Januar übernahmen die Teilnehmer des IFö-Kurses diese Aufgabe: Für die Erdmännchen bereiteten sie mit Mehlwürmern gefüllte Futterbälle vor.

 

Für die Kattas, die Nasenbären und die Totenkopfäffchen bereiten sie große mit Heu gefüllte Papiersäcke vor, die sie mit einigen lebenden Schwarzkäferlarven und Mehlwürmern bestücken sowie mit Nüssen, Rosinen und Früchten.

Diese großen Papiersäcke wurden in die Gehege der Tiere gebracht und es konnte beobachtet werden, wie die einzelnen Tiere darauf reagierten.

 

Es war ein sehr gelungener Unterrichtsgang, bei dem die Schülerinnen und Schüler des IFö-Kurses viel über Arten- und Naturschutz gelernt haben und diesen auch aktiv im Tierpark angewandt haben. 

Heike Krahl (Januar 2018)

 

 

 

 

Verhaltensforschung im Zoo...

...SchülerInnen der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule studieren das Verhalten der Tiere im Tierpark + Fossilium Bochum

Bochum (Annette-Schule und Tierpark)

Wie kommunizieren Totenkopfaffen untereinander? Wer hat in der Gruppe der Kattas im Tierpark das Sagen und wie oft wechseln sich Erdmännchen beim Wachdienst ab? Diesen und vielen weiteren Fragen gehen 17 Zehntklässler der Annette-von Droste-Hülshoff-Schule Bochum auf den Grund. Im Rahmen eines Kurses zur individuellen Förderung (IFö) im Bereich Naturwissenschaften lernen die Schülerinnen und Schüler im Tierpark unter der Leitung der Biologielehrerin Heike Krahl die Grundlagen der Verhaltensforschung und Tierbeobachtung kennen. Diese besondere Form des Biologieunterrichts findet im Schuljahr 2017/2018 zum ersten Mal an der Annette-Schule statt und ist ein bisher einzigartiges Projekt in Bochum.

 

Einmal pro Woche besuchen die Jugendlichen den Tierpark, um in Kleingruppen eine ausgewählte Tierart genau zu studieren, Interaktion mit Artgenossen zu beobachten, das Fressverhalten oder Bewegungsmuster zu erforschen. Biologielehrerin Heike Krahl: „Ich habe während meiner Studienzeit im Zoo hospitiert und auch meine Examensarbeit über die Tiger im Allwetterzoo Münster geschrieben. Mein Wissen über die Methodik der Verhaltensforschung möchte ich gerne an meine Schülerinnen und Schüler weitergeben.“

 

Während ihres Aufenthalts im Tierpark lernen die Schülerinnen und Schüler unter anderem die Anwendung der Fokustier-Methode („Focal animal sampling“) kennen. Bei diesem Verfahren wird jeweils ein Tier einer Gruppe (Fokustier) während eines vorher festgelegten Zeitraums ununterbrochen beobachtet und jedes gezeigte Verhalten notiert. Die daraus entstehenden, detaillierten Protokolle dienen schließlich als Grundlage, um z.B. das Verhalten männlicher und weiblicher, juveniler und adulter oder ranghoher und rangniedriger Tiere miteinander zu vergleichen.  Cara Christin (15), Sevval (16) und Defne (16) haben sich die Präriehunde ausgesucht. „Mittlerweile können wir die einzelnen Individuen ganz gut auseinander halten und erkennen ‚unser‘ Tier an charakteristischen Merkmalen. Dadurch baut man eine noch intensivere Bindung zu den Tieren auf als bei einem normalen Zoobesuch“, berichtet Defne.

 „Der Bereich Verhaltensbiologie stellt im regulären Lehrplan eher einen Randbereich dar. Umso mehr freut es uns, unseren Schülerinnen und Schülern in Zusammenarbeit mit dem Tierpark die Möglichkeit zu bieten, sich intensiv mit Tieren und ihren Lebensweisen auseinanderzusetzen. Die Begeisterung der Jugendlichen ist dabei die schönste Rückmeldung“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Heike Hoedtke. 

Im Zuge der Kooperation zwischen der Annette-Schule und dem Tierpark wurde ein weiteres Pilotprojekt ins Leben gerufen: Seit diesem Schuljahr bietet der Bochumer Zoo Jahreskarten für Schulklassen an. Dieses Angebot richtet sich gezielt an Schulklassen, Kurse, und Schul-AGs, die in einem Schuljahr mehrfach den Tierpark besuchen möchten und den Zoobesuch - ähnlich wie der Verhaltensforschungskurs der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule - in eine Unterrichtsreihe einbinden möchten.

Zoodirektor Ralf Slabik: „Die Bildungsarbeit hat bei uns einen hohen Stellenwert. Nur durch die enge Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungspartnern können wir noch gezielter auf die Bedürfnisse der SchülerInnen und Lehrkräfte eingehen und unser zoopädagogisches Angebot weiterentwickeln.“

Foto©TPBO_1: Der Verhaltensforschungskurs der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule in Begleitung der stellvertretenden Schulleiterin Heike Hoedtke (links). Biologielehrerin Heike Krahl (Zweite v.l.), Zoodirektor Ralf Slabik (rechts im Hintergrund), Zooschulleiterin Kerstin Schulze (zweite v.r.) und der stellv. Zooschulleiterin Judith Becker (rechts).
Foto©TPBO_2: Maximilian (15) und Levent-Endican (17) beobachten das Verhalten der Erdmännchen während einer Fütterung.
Foto©TPBO_3: Cara Christin (15), Sevval (16) und Defne (16) beobachten die Weißbüschelaffen in der Amazonas-Anlage.